Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Anführer einer syrischen regimezugehörigen Miliz festnehmen lassen. Er soll im Jahr 2011 mit seiner Miliz im nordsyrischen Aleppo Demonstranten verprügelt haben. Die Karlsruher Behörde wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Folter, Tötung und Freiheitsberaubung vor. Zunächst hatte die «Welt» über die Festnahme berichtet.
Bei acht verschiedenen Gelegenheiten sollen der Beschuldigte und seine Miliz jeweils nach dem Freitagsgebet mit Schlagstöcken, Metallrohren oder ähnlichen Werkzeugen brutal auf Zivilisten eingeschlagen haben, um Demonstrationen aufzulösen oder zu unterbinden. Auch Elektroschocker seien eingesetzt worden. Bei einem Vorfall vor einer Moschee sei ein Demonstrant von den Milizionären so schwer verletzt worden, dass er wenig später starb.