Die Potsdamer Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf verarbeitet den politischen Streit um ihre Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht in einem Buch. Ihre Wahl zur Richterin am höchsten deutschen Gericht in Karlsruhe war im Sommer 2025 gescheitert. Brosius-Gersdorf spricht von einer «absoluten Ausnahmesituation» für sie und ihren Mann.
«Mir ist es wichtig, die Politisierung der Richterwahl, die im Sommer 2025 stattfand, noch einmal aufzuarbeiten und zu zeigen, welche Kampagnen wie gewirkt haben», sagte die Rechtswissenschaftlerin der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Das Ganze ist ein Stück Zeitgeschichte. Eine solche Politisierung und Instrumentalisierung der Wahl von Richtern für das Bundesverfassungsgericht hat es vorher nicht gegeben.» Ihr Buch «Wahl und Wahrheit» erscheint zum 1. September.