Bist du lost? Wird dir alles zu viel? Lähmt dich ein Streit? Mit dieser Art von Fragen wollen Apotheken in Berlin und Brandenburg Jugendliche ansprechen - und ihnen bei Problemen einen sicheren Ort bieten, an dem sie reden können. Die «Safe Space Apotheken» haben meist einen separaten Raum dafür und einen Überblick über Hilfestellen in der Umgebung, wie Jana Noatzke erklärt. Sie arbeitet in der Rosen-Apotheke in Forst in der Lausitz, die seit kurzem auch bei dem Hilfsprojekt dabei ist.
Die Idee: Kinder und Jugendliche wissen oft nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn sie Sorgen und Nöte haben. Therapeuten-Termine sind Mangelware. Apotheken sind zuverlässige Adressen und oft mitten in den Städten verankert. «Die Jugendlichen sollen wissen, es gibt Hilfe», erklärt Apothekerin Noatzke aus Forst. «Sie sollen nicht wild im Internet etwas googeln, sondern an seriöse Ansprechpartner geraten.»
Vier Apotheken haben sich schon als «Safe Space» in Brandenburg registriert - neben Forst außerdem in Cottbus, Fredersdorf-Vogelsdorf und in Petershagen. In Berlin gibt es drei in Lichtenberg, Steglitz und Hellersdorf.