Die beiden großen Potsdamer Krankenhäuser planen nach der Schließung von je zwei Stationen derzeit zwar keine weiteren Streichungen - sehen aber neue Belastungen. «Der wirtschaftliche Druck auf die Krankenhäuser wird deutlich größer werden», sagte der Geschäftsführer des Klinikums Ernst von Bergmann, Tomislav Gmajnic, den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» mit Blick auf Krankenhausreform und Sparpaket der Krankenversicherung. «Das zwingt uns, alles noch einmal zu prüfen. Ob sich daraus weitere Schließungen ergeben, kann ich jetzt nicht sagen.»
Das St. Josefs-Krankenhaus verwies darauf, dass die Krankenhausreform bestimmte Qualitätsmerkmale setze, die für größere Häuser leichter zu erfüllen seien als für kleine. «Insofern können aus dem Drehen an dieser Schraube noch weitere Anpassungen entstehen», sagte der Regionalgeschäftsführer der Alexianer St. Josef Potsdam GmbH, Alexander Mommert. «Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aber nicht absehbar.»