Wegner: Gestiegene Bedrohung für Jüdinnen und Juden in Berlin
Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner auf die seither gewachsene Bedrohung von Juden in der Hauptstadt hingewiesen. Jüdische Berlinerinnen und Berliner hätten heute «Sorgen, wie sicher sie noch in unserer Stadt sind», schrieb der CDU-Politiker während eines Besuchs in Israel auf X. Sie fragten sich auch, wie sicher ihre Kinder in der Schule oder Kita sind. «Sie erleben, dass Hass offen zur Schau gestellt wird – auf unseren Straßen und unseren Plätzen.» Wegner schrieb, Berlin trage als die Stadt, in der der Holocaust geplant und organisiert wurde, eine besondere historische Verantwortung. «Deshalb ist "Nie wieder" ein Auftrag Berlins für jeden einzelnen Tag.» Die deutsche Hauptstadt stehe an der Seite Israels und an der Seite der Jüdinnen und Juden in Berlin, betonte er. In Gedanken sei man bei den Überlebenden des Hamas-Angriffs und allen, die bis heute mit den Folgen des Terrors leben müssten. Dazu erinnere man an die Ermordeten, die Verschleppten und ihre Angehörigen. «Wir denken auch an das Leid, das die Hamas über die palästinensische Bevölkerung gebracht hat», sagte Wegner. Am Mittwoch sprach Wegner nach Angaben seiner Senatskanzlei unter anderem in Jerusalem mit dem dortigen Bürgermeister Mosche Lion über die aktuelle Lage in Israel, die Beziehungen beider Städte und über Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit. Bei dem Massaker der Terrororganisation Hamas wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte darauf mit einer militärischen Offensive im Gazastreifen, die zu einem langanhaltenden Krieg führte, bei dem zehntausende Menschen getötet wurden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten