Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Ölpipeline Druschba klagen Ungarn und die Slowakei über Lieferausfälle - die brandenburgische Raffinerie PCK in Schwedt hat aber noch Erdölvorräte für mehrere Tage. Die Kraftstoffversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesregierung nicht in Gefahr. «Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet», sagte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Berlin.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban rief indes US-Präsident Donald Trump um Hilfe gegen das Kiewer Vorgehen an. Ungarn und die Slowakei beschwerten sich gemeinsam auch bei der EU.
In dem Pipeline-System Druschba (Freundschaft) hatte die Ukraine am Donnerstagabend die Pumpstation Unetscha im westrussischen Gebiet Brjansk attackiert. Das teilte der Kommandeur der Drohnentruppen, Robert Bowdi, auf Telegram mit, wobei er keine genauen Angaben zu Schäden machte. Er fügte ein Video bei, das einen gewaltigen Brand angeblich in Unetscha zeigte. Russische Stellen äußerten sich zunächst nicht.