An der Freien Universität Berlin hat es erneut propalästinensische Proteste gegeben. Vor dem traditionsreichen Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften versammelten sich am Morgen etwa 30 propalästinensische Demonstranten. Sie forderten eine Vollversammlung. Nach Gesprächen zwischen der Uni und den Demonstrierenden wurde ihnen ein Raum für Diskussionen zur Verfügung gestellt.
Die Bedingung sei, dass es dabei friedlich bleibe, sagte eine Sprecherin der FU Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Der Raum sei für 60 Menschen ausgelegt. Polizeikräfte sind vor Ort, weder die Beamten noch Medien durften zur Diskussionsveranstaltung in den Raum.
Die Demonstranten hatten Transparente dabei, einige riefen «Free Palestine» (Freies Palästina). Es solle keinen normalen Unterricht geben, forderten sie. Die Lehrveranstaltungen wurden nach Angaben der Universität teilweise in andere Räume verlegt oder fanden online statt. Die Universität habe keine antisemitischen Vorfälle beobachtet, sagte Karin Bauer-Leppin, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation, am Vormittag der Deutschen Presse-Agentur. Der Pressestelle zufolge wurden umliegende Gebäude zum Schutz geschlossen, darunter auch die Bibliothek.