Für wenige Stunden sollte das «Volksbad», ein temporäres Schwimmbecken direkt vor der Berliner Volksbühne, exklusiv für Menschen der schwarzen Community öffnen. Doch nach rassistischen Drohungen hat das Theater die geplante Veranstaltung für den heutigen Freitag mit dem Verein «Each One Teach One» (Eoto) abgesagt. Wie geht es jetzt weiter?
Was ist eigentlich passiert?
Seit einer Woche steht vor der Volksbühne, einem der wichtigsten Theater Deutschlands, bis Anfang Oktober ein 25 Meter langes und 1,30 Meter tiefes Freibad, das sogenannte Volksbad. Der Eintritt ist kostenlos, Tickets können vorab gebucht werden. An einigen Tagen allerdings ist das Schwimmbecken für bestimmte Vereine reserviert - wie zum Beispiel für Eoto.
Der Verein ist im Bereich der Rassismusprävention tätig und setzt sich für die Selbstermächtigung schwarzer Menschen ein. Der Verein ist einer der Träger des Black Communities Center in Berlin-Wedding, das dieses Jahr eröffnet wurde. Einige Medien, rechte Politikerinnen und Politiker, aber auch eine CDU-Kommunalpolitikerin kritisierten die Exklusivnutzung in den sozialen Medien.