Berlins Kultursenator Stefan Evers (CDU) hat Anfeindungen gegen die Volksbühne wegen einer inzwischen abgesagten Veranstaltung mit dem Verein der schwarzen Community kritisiert. «Gewaltandrohungen gegen ein Kunstprojekt sind genauso inakzeptabel wie die Bedrohung kritischer Stimmen», sagte der Politiker, der auch CDU-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl am 20. September ist, dem «Tagesspiegel». «Die ganze Stadt muss ein sicherer Ort sein. Für jeden Menschen, unabhängig davon, wie er aussieht, wen er liebt, an was er glaubt oder welche Meinung er vertritt.»
Nach teils rassistischen Diskussionen und Drohungen hatten die Volksbühne und der Verein «Each One Teach One» (Eoto) eine für heute geplante Veranstaltung abgesagt: Dabei sollten exklusiv Menschen der schwarzen Community - insbesondere Kinder und Jugendliche - im temporär vor dem Theater aufgebauten sogenannten Volksbad schwimmen können. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, hieß es.