Ein Bündnis aus linken und linksradikalen propalästinensischen Gruppen lädt von Freitag bis Sonntag zu einer Konferenz in Berlin ein und ruft zum akademischen Boykott Israels auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fordern, dass europäische Hochschulen ihre institutionelle Zusammenarbeit mit israelischen Einrichtungen aussetzen, wie das Internationalistische Bündnis Berlin mitteilte, das für die Veranstaltung verantwortlich ist.
Israelische Universitäten seien zentral für die militärisch-industriellen Strukturen des Landes, teilte eine Sprecherin des Bündnisses mit. Sie warf ihnen Kooperationen mit Waffenherstellern vor. Durch die Aufrechterhaltung von akademischen Beziehungen würden Studierende und Wissenschaftler in Europa zu Komplizen, so der Vorwurf.
Die Polizei ist am Freitag mit rund 240 Einsatzkräften vor Ort, sagte ein Polizeisprecher. Die hohe Zahl an Polizistinnen und Polizisten hänge mit Erfahrungen zusammen, die die Polizei mit ähnlichen Veranstaltungen in der Vergangenheit gemacht habe.