Im Streit um einen linken Jugendkongress an der Technischen Universität (TU) haben Hochschule und Veranstalter einen Kompromiss gefunden. «Der Kongress findet statt», teilte ein Sprecher vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS) mit. Gemeinsam mit den Studis gegen Rechts der TU Berlin veranstaltet der Verband den Kongress mit dem Namen «Take back the future», der am Abend beginnt und bis Sonntag gehen soll.
Um den Kongress insgesamt nicht zu gefährden, habe man zugestimmt, vier Programmpunkte außerhalb der TU zu veranstalten, hieß es. Dabei geht es um Veranstaltungen, die sich kritisch mit der Ideologie der AfD und Handlungsmöglichkeiten gegen rechte Politik befassen. Ursprünglich sollten nach Veranstalterangaben 14 Veranstaltungen gestrichen werden.
Laut SDS war Druck von außen der Grund dafür. Nach Darstellung der Veranstalter soll ein Anwalt die Uni unter Druck gesetzt und mit rechtlichen Schritten gegen den Kongress gedroht haben. Der Anwalt habe sich dabei auf das Gebot politischer Neutralität berufen. Der SDS hält ihm vor, der AfD nahezustehen.