Um Vorfällen wie heimlichen Aufnahmen oder Cyber-Mobbing an Schulen entgegenzuwirken, setzt Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) auf Aufklärung. Schutzkonzepte auch für den digitalen Raum seien wichtig. «Kinder und Jugendliche sollen lernen: Digitale Gewalt ist eine echte Gewalt, mit der man Menschen schadet», sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. An den Schulen müssten Medienkompetenz sowie Demokratie- und Werteerziehung gestärkt werden.
«Ein generelles Handyverbot ist nicht die Lösung, sondern es geht darum, dass man Smartphones und digitale Endgeräte altersangemessen und pädagogisch sinnvoll einsetzt», sagte Hoffmann auch mit Blick auf die polizeilichen Ermittlungen gegen zwei Schüler eines Potsdamer Gymnasiums. Sie sollen heimlich intime Fotos von mehreren Schülerinnen gemacht haben - «ohne ihr Wissen über einen längeren Zeitraum», hieß es vom Ministerium. Die Beschuldigten sind vorläufig vom Unterricht ausgeschlossen worden.