Es ist ein Superlativ, der einschlägt: «Ich glaube, dass das nächste Schuljahr das schwierigste überhaupt wird, das wir in Brandenburg zu bewältigen haben.» Das sagt CDU-Politiker Gordon Hoffmann vor dem Start des neuen Schuljahres am 24. August. Seit er im März als neuer Bildungsminister Brandenburgs vereidigt wurde, hat er einen Job mit vielen To-Dos und Kopfschmerz-Potenzial.
Ganz oben auf Hoffmanns Liste steht der eklatante Lehrermangel im Bundesland. Seit Wochen schlägt der Minister Alarm, dass die Stundentafel und damit die Anzahl der Unterrichtsstunden in den Kernfächern bedroht sind. Auch wenn über die Sommerferien neue Lehrkräfte gefunden wurden: «Der Lehrkräftebedarf in Brandenburg ist ungemindert hoch», sagt sein Sprecher eine Woche vor Schulbeginn.
Zuletzt hatte Hoffmann seine Hoffnung auf Bewerbungen von Lehrkräften aus anderen Bundesländern gesetzt. «Es wird die ganze Zeit daran gearbeitet, dass wir Lehrkräfte finden. Und trotzdem sehe ich natürlich, dass wir nicht an allen Schulen den Bedarf abdecken können», so der Minister in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur.