Die CDU hat vor der Abgeordnetenhauswahl Pläne für Maßnahmen gegen Gewalt an Berliner Schulen vorgestellt. Dazu gehörten etwa ein Smartphone-Verbot an Grundschulen, Aufsichten in Gebetsräumen und mehr Befugnisse beim Umgang mit bestimmten Schülern. «Kein Kind wird von allein zum Gefährder, zum Islamisten, zum Gewalttäter», sagte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers bei einem Schulbesuch mit Blick auf den Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days. Es habe auch in der Biografie des Attentäters Punkte gegeben, an denen Deradikalisierung mit einem anderen Rechtsrahmen hätte früher beginnen können, so Evers.
Studie zu Gewalt an Berliner Schulen
Anlass für den Maßnahmenplan war laut CDU eine erst kürzlich vorgestellte repräsentative Befragung für das «Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer» durch das Institut für Demoskopie Allensbach. Demnach gaben 38 Prozent der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter an, Gewalt unter Schülern als großes Problem wahrzunehmen, 18 Prozent sogar als sehr großes Problem.
Auch Schüler der neunten Klassen berichteten in der Befragung von Beleidigungen (63 Prozent), dass sie von Mitschülern lächerlich gemacht oder blamiert worden seien (49 Prozent). Jeweils rund ein Viertel gab an, ausgegrenzt oder gemobbt (26 Prozent) beziehungsweise geschlagen, getreten oder geboxt (25 Prozent) worden zu sein. Vier Prozent berichteten davon, sogar verprügelt worden zu sein. Ein Fünftel (20 Prozent) nannte sexistische Kommentare.
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