Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach hält die geplante Aktivrente für «unsozial». «Angesichts des Fachkräftemangels ist es richtig, erfahrene Arbeits- und Fachkräfte zu motivieren, freiwillig länger erwerbstätig zu sein», sagte der BSW-Politiker der dpa. «Aber der von der Bundesregierung gewählte Ansatz setzt völlig falsche Anreize und ist vor allem unsozial ausgestaltet.»
Das Bundeskabinett in Berlin hatte am Mittwoch die Aktivrente beschlossen - damit können Beschäftigte im Rentenalter ab kommendem Jahr bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen.
Crumbach betonte, dass sich etwas an der Einkommenssteuer ändern müsse. «Gerade die Bezieher von kleinen Renten und geringen anderen Einkünften sollten steuerlich entlastet werden.» Seiner Ansicht nach profitieren von dem aktuellen Beschluss vor allem Menschen mit hohen Altersbezügen und hohen Erwerbseinkommen. «Mit der Einkommensteuerfreistellung von Einkünften aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich neben der Rente werden entsprechend hohe Einkommen stärker entlastet als kleine», sagte der Minister.