Bei der Belegschaft der Ölraffinerie PCK in Schwedt wachsen angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit die Zukunftssorgen. «Es herrscht Stillstand. Wir wissen alle nicht, wie es weitergeht», sagte Betriebsratsvorsitzender Danny Ruthenburg der Deutschen Presse-Agentur.
Er befürchtet einen Arbeitsplatzabbau. Die Beschäftigungsgarantie des Bundes für die Raffinerie wurde bis Ende Juni verlängert. Am 7. Mai ist eine Demonstration in der Stadt im Nordosten Brandenburgs geplant. Unklar ist vor allem, welchen Kurs die künftige Bundesregierung verfolgt.
Die Auslastung der Raffinerie mit zuletzt etwa 1.200 Beschäftigten sank als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Denn die Bundesregierung entschied ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. PCK musste sich andere Bezugsquellen suchen.
Zudem hat der Bund die Kontrolle über die deutschen Tochtergesellschaften des russischen Staatskonzerns Rosneft und ihre Anteile an PCK übernommen. Die mehrfach verlängerte Treuhandverwaltung gilt bis 10. September.