Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert von der künftigen Koalition im Bund Unterstützung für eine sichere Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt. Die neue Bundesregierung müsse für Versorgungssicherheit und für Beschäftigungssicherheit sorgen, sagte Woidke dem «Nordkurier». Er hält eine höhere Auslastung für nötig. «Wir haben derzeit eine etwa 80-prozentige Auslastung. Damit schreibt das PCK keine schwarzen Zahlen und das ist auf Dauer nicht gut.» Union und SPD beraten derzeit über eine gemeinsame Koalition auf Bundesebene.
Der Standort müsse außerdem so vorangebracht werden, dass es auch in 10 bis 15 Jahren eine Zukunft für PCK gebe, wenn es wegen der Elektrifizierung im Verkehrsbereich weniger Nachfrage nach Rohölprodukten gebe, sagte Woidke. «Die Grundsatzentscheidungen der Bundesregierung sind gefallen, aber es muss auch die Entscheidung der Gesellschafter geben, beispielsweise zum Bau der Pipeline nach Rostock. Das Geld ist da: Es sind 400 Millionen Euro dafür reserviert. Das ist eine Möglichkeit, um die Auslastung zu verbessern.»