Dürfen Würstchen der Marke «Eberswalder» ganz woanders produziert werden? Die IHK Ostbrandenburg pocht auf Regionalität und stellt sich gegen den Fleischriesen Tönnies. Angesichts der angekündigten Schließung der Wurstproduktion in Britz bei Eberswalde droht ein Streit um die Marken-Nutzung.
Die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK) teilte mit, dass sie die Besitzerin der Kollektivmarke «Eberswalder Würstchen» sei. Diese Marke sei an die Herstellung im Raum Eberswalde gebunden.
Das Unternehmen EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG, das die traditionsreiche Wurstfabrik in Britz Ende Februar schließen will, verkauft seine Produkte unter der Marke «Eberswalder». Diese kann nach Ansicht der IHK Ostbrandenburg aber nicht losgelöst von der Kollektivmarke «Eberswalder Würstchen» an anderen Produktionsorten verwendet werden.