Die Berliner Grünen haben die geplanten neuen «Countdown»-Anzeigen an Berliner Ampeln als «teure Symbolpolitik» kritisiert. «Das hat keinen Effekt auf die Verkehrssicherheit», sagte die Sprecherin für Verkehrspolitik der Grünen-Fraktion, Antje Kapek, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem würden die neuen Systeme in der Stadt nur punktuell installiert.
Nach den Plänen der Verkehrsverwaltung sollen Fußgänger beim Überqueren einer Straße an der Ampel künftig besser erkennen können, wie viel Zeit ihnen noch bleibt, wenn die Ampel auf Rot umgesprungen ist. Die dafür geplante schrittweise Ausstattung der Ampeln mit einer sogenannten Räumzeitanzeige soll in diesem Jahr beginnen - allerdings zunächst nur bei solchen Anlagen, die ohnehin umfangreich um- oder neu gebaut werden müssen.
Die Countdown-Anzeige macht den Angaben zufolge nach jeder Fußverkehrs-Grünphase die ablaufende Zeit deutlich, bis die Fußgänger die Straße verlassen müssen. Ziel ist laut Verkehrsverwaltung, dem Unsicherheitsgefühl entgegenzuwirken, wenn Fußgänger nach dem Umspringen der Fußgängerampel auf Rot die Straße noch nicht überquert haben.