Die Prüfung einer möglichen Geldentnahme aus dem Pensionsfonds für ehemalige Beamte zur Deckung von Haushaltslücken im Land stößt auf zunehmende Kritik. Der ehemalige Brandenburger Finanzminister Christian Görke (Linke) forderte den amtierenden Ressortchef Robert Crumbach (BSW) dazu auf, die Idee nicht weiterzuverfolgen. Er warnte davor, den Versorgungsfonds zu plündern.
«Es geht hier um die Altersvorsorge von Beamtinnen und Beamten», sagte Görke der Deutschen Presse-Agentur. «Die Belastung im Landeshaushalt durch die Altersvorsorge wird sich von jetzt 500 Millionen auf 1,1 Milliarden im Jahr 2035 mehr als verdoppeln. Dafür muss vorgesorgt sein.» Die Entnahme von Mitteln aus dem Pensionsfonds sei nach dem fast vollständigen Aufbrauchen der Rücklage des Landes verantwortungslos.