Die Angst geht um in der Uckermark: Die PCK-Raffinerie in Schwedt nordöstlich von Berlin hat den Verzicht auf russisches Öl überstanden, doch nun drohen möglicherweise US-Sanktionen: Am 29. April endet eine Regelung, nach der die Sanktionen derzeit ausgesetzt sind. Die Bundesregierung will in Verhandlungen mit den USA die Versorgungssicherheit mit Benzin und Heizöl im Nordosten sicherstellen. Die Raffinerie versorgt 90 Prozent von Berlin und Brandenburg mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten, auch Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen.
«Die Bundesregierung steht bezüglich der US-Sanktionen (...) für die deutschen Tochterunternehmen der russischen Rosneft in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den zuständigen US-Behörden», teilte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die Bundesregierung setzt sich wie schon seit Beginn der Legislatur dafür ein, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiterhin gewährleistet bleibt sowie der Standort erhalten bleibt.» Die «Welt am Sonntag» berichtete zuvor darüber.