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Brandenburgs Woidke kritisiert 60‑Cent-Spritpreis-Differenz zu Polen als 'Abzocke'

Viel los an den Zapfsäulen im polnischen Slubice: Die Menschen fahren zum Tanken über die Grenze, weil der Sprit in Polen günstiger ist. / Foto: Patrick Pleul/dpa
Viel los an den Zapfsäulen im polnischen Slubice: Die Menschen fahren zum Tanken über die Grenze, weil der Sprit in Polen günstiger ist. / Foto: Patrick Pleul/dpa

Woidke nennt bis zu 60 Cent höhere Spritpreise gegenüber Polen 'Abzocke' und fordert die Bundesregierung zum Handeln. Kartellamt prüft.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisiert den Preisanstieg bei Sprit an den Tankstellen als Abzocke und dringt auf ein Eingreifen der Bundesregierung.

«Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen. Und das, obwohl beide Länder benachbarte EU-Staaten sind», sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung müsse endlich tätig werden und diesen «unhaltbaren Missstand» beheben: «Die Preistreiberei an den Tankstellen ist reine Abzocke.»

Seit Beginn des Iran-Krieges ist der Spritpreis stark gestiegen. In Polen ist er aber deutlich niedriger als in Deutschland. Deshalb fahren derzeit viele Menschen aus der brandenburgischen Grenzregion zum Tanken ins Nachbarland.

Das Bundeskartellamt prüft die aktuelle Preisentwicklung. «Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen», sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Donnerstag.

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