Die Angst geht um in Brandenburg: Die PCK-Raffinerie in Schwedt nordöstlich von Berlin hat den Verzicht auf russisches Öl überstanden, nun drohen möglicherweise US-Sanktionen. Am 29. April endet eine Regelung, nach der die Strafmaßnahmen ausgesetzt sind. Die Bundesregierung will in Verhandlungen mit US-Behörden die Versorgungssicherheit mit Benzin und Heizöl im Nordosten sicherstellen. Die Raffinerie versorgt Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten.
«Die Bundesregierung setzt sich wie schon seit Beginn der Legislatur dafür ein, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiterhin gewährleistet bleibt sowie der Standort erhalten bleibt», teilte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die Bundesregierung steht bezüglich der US-Sanktionen (...) für die deutschen Tochterunternehmen der russischen Rosneft in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den zuständigen US-Behörden.» Die «Welt am Sonntag» berichtete zuvor darüber.