Logo DieBrandenburger News
Nachrichten / Wirtschaft

Bochum: Vonovia begrüßt Verbot von Enteignungen großer Mietwohnungsbestände

Bochum: Vonovia begrüßt Verbot von Enteignungen großer Mietwohnungsbestände
Vonovia-Chef Mucic hofft auf ein Bundesgesetz, das die Enteignung großer Immobilienkonzerne auf Landesebene verbieten soll. In Berlin hat Vonovia mehr als 138.000 Wohnungen. / Foto: Annette Riedl/dpa
Von: DieBrandenburger News
Deutschlands größter Vermieter Vonovia geht davon aus, dass aus den Beschlüssen der Regierungskoalition auch ein Gesetz wird. Vonovia-Chef Luka Mucic hofft auf Rechtssicherheit.

Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia hat die Pläne für ein Enteignungsverbot für Mietwohnungsbestände begrüßt und als «wichtiges Signal» bezeichnet. «Die Bundesregierung erkennt damit (...) an, dass die wahre Lösung des Wohnraumknappheitsproblems in Deutschland nicht in einer Enteignung oder Vergesellschaftung liegen kann, sondern nur darin, berechenbare Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen dann in der Zukunft mehr bezahlbarer neuer Wohnraum geschaffen werden kann», sagte Vonovia-Chef Luka Mucic bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Bochum. Für Vonovia sei dies auch im Sinne der Planungssicherheit «extrem wichtig». 

Anfang Juli hatten sich Spitzenvertreter von CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss darauf verständigt, die Enteignung großer Immobilienkonzerne auf Landesebene per Bundesgesetz zu verbieten. Überlegungen zu Enteignungen von Konzernen mit großen Mietwohnungsbeständen werden seit Jahren vor allem von der Linkspartei in Berlin propagiert. 

«Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, wird durch Bundesgesetz geregelt, dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist», heißt es in den Beschlüssen.

Mehr aus dieser Kategorie

Vonovia-Konzern ist Berlins größter Vermieter 

Vonovia besitzt in Berlin zusammen mit der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen gut 138.000 Wohnungen. In Berlin wird am 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt. 

«Jetzt werden wir sehen, wie sich der Gesetzgebungsprozess gestaltet», sagte Mucic weiter. Aufgrund «sehr klarer» Signale und Statements von allen Beteiligten einschließlich des Bundeskanzlers gehe er davon aus, dass ein entsprechendes Gesetz komme «und dann auch wirklich Rechtssicherheit schaffen wird».

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBrandenburger News
Artikel von

DieBrandenburger News

DieBrandenburger News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.