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Koalitionspartner SPD geht auf Distanz zu Wegner

SPD-Fraktionschef Raed Saleh und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (l, CDU) arbeiteten in der Koalition bisher gut zusammen. (Archivbild) / Foto: Britta Pedersen/dpa
SPD-Fraktionschef Raed Saleh und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (l, CDU) arbeiteten in der Koalition bisher gut zusammen. (Archivbild) / Foto: Britta Pedersen/dpa

Die SPD kritisiert Kai Wegners Umgang mit der Stromkrise und fordert von der CDU mehr Selbstkritik. Was die Koalition nun für Berlins Infrastruktur plant.

Die SPD als Koalitionspartner der CDU in Berlin geht auf Distanz zum Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. «Die Senatoren, insbesondere die Innen-, Wirtschafts-, Gesundheits- und Sozialsenatorin sowie der Finanzsenator, haben diese Krise erfolgreich bewältigt», erklärte SPD-Fraktionschef Raed Saleh auf dpa-Anfrage. «Umso schwerer wiegt der unverständliche Umgang des Regierenden Bürgermeisters mit dieser Krise und dessen Verhalten den Berlinerinnen und Berlinern gegenüber. Dem Koalitionspartner sollte klar sein, dass die Berlinerinnen und Berliner erwarten, dass die CDU einen kritischen Blick auf sich selbst richtet.» 

Wegner hatte am Mittwoch eingeräumt, am Samstag wenige Stunden nach Beginn des durch einen Brandanschlag ausgelösten Stromausfalls von 13.00 bis 14.00 Uhr Tennis gespielt zu haben. Er habe den «Kopf freikriegen» wollen. Inzwischen ist bekannt, dass er die Partie zusammen mit einem anderen Senatsmitglied spielte – seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Am Sonntag hatte Wegner auf eine Journalistenfrage noch gesagt, er sei den ganzen Samstag am Telefon gewesen und habe versucht zu koordinieren. Inzwischen sieht er die Aussage selbstkritisch.

Saleh verwies darauf, das die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU eine Arbeitsgruppe «Resilienz der öffentlichen Infrastruktur» eingesetzt hätten, um Lehrern aus der Stromkrise zu ziehen. «Diese soll zeitnah erforderliche Vorschläge zu Abläufen, Ressourcen und gesetzlichen Regelungen erarbeiten», so der Politiker. «Die SPD-Fraktion wird ihren Teil dazu beitragen, dass Berlin in Zukunft resilienter aufgestellt ist.»

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