Einsparungen wegen klammer Kassen gehen auch am Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern nicht vorbei und beunruhigen Naturschützer im Land. Die Naturparke im Nordosten seien wegen ihres Umfangs und ihrer Ausgestaltung etwas Besonderes, betonte etwa der Stifter und Träger des Alternativen Nobelpreises, Michael Succow. «Die sind aber aktuell in einer so starken Kürzung und Reduzierung begriffen, dass wir uns wirklich große Sorgen machen.»
Rica Münchberger, Geschäftsführerin des Nabu in MV, sagte: «Wir in Mecklenburg-Vorpommern, wir haben einen Schatz, aber wir müssen diesen Schatz auch hüten und bewahren.» Sie verweist etwa darauf, dass der Kreistag des Landkreises Rostock im vergangenen Herbst beschlossen hat, seine Zuwendungen für Naturparke im Kreisgebiet zu streichen. Hier geht es um jahrzehntealte Vereinbarungen. Es sei zu befürchten, dass andere Landkreise nachziehen.
Auch die Landesregierung hat Kürzungen beschlossen. Das Umweltministerium verweist auf eine Entscheidung, nach der in der Landesverwaltung in den kommenden Jahren jährlich 1,2 Prozent der Stellenanteile wegfallen abgesehen von bestimmten Ausnahmen. «Somit sind auch die Verwaltungen der Großschutzgebiete betroffen.» Man versuche, die Auswirkungen über Drittmittel abzumildern, insbesondere im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz des Bundes.