Sport-Funktionär Kaweh Niroomand hat kein Verständnis für Debatten über einen möglichen Ausschluss des Iran von der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in den USA. Solche Maßnahmen «aus der Geschichte des internationalen Sports haben noch nie was gebracht und würden auch nichts bringen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «In diesem Fall würde man den Iran noch weiter isolieren und in eine Richtung treiben, die man gar nicht will. Insofern ist das völliger Blödsinn.»
Man solle große Sportveranstaltungen dazu nutzen, «damit die Völker einander näher kommen, anstatt dass sie sich trennen», sagte der 73 Jahre alte Niroomand, der als Kind aus dem Iran nach Deutschland kam.
Aufgrund der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und den Gegenschlägen Teherans war über einen Ausschluss spekuliert worden. Der Fußball-Weltverband werde die Situation «beobachten», hatte FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström gesagt.
Die oberste Priorität bleibe ein sicherer Ablauf der Weltmeisterschaft, bei der alle qualifizierten Mannschaften auch teilnehmen können. Der Iran soll bei der WM vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen. Andere Spiele des Turniers finden in Mexiko und Kanada statt.