Die von der schwarz-roten Regierungskoalition angekündigte Enquete-Kommission zum Umgang mit Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit soll Anfang des Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Das kündigte SPD-Fraktionschef Raed Saleh an. «Ich erhoffe mir von dieser Enquete-Kommission sehr viel», sagte er im Abgeordnetenhaus. Sie sei eine Möglichkeit, sich über Parteigrenzen hinweg über die große Frage zu verständigen, wie sich gesellschaftliches Miteinander organisieren lasse.
Als nächster Schritt stehe an, die Wissenschaftler und Experten zu benennen, die in der Kommission vertreten sein sollen. Das werde bald passieren, sagte Saleh bei einem Treffen der sogenannten Brückenbauer, die sich vor rund einem Jahr zum ersten Mal auf Einladung der SPD-Fraktion im Landesparlament getroffen hatten. Dazu zählen vor allem Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft, die sich gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren.