Auf dem Weg zu einer rechten Gegendemonstration des Christopher Street Day (CSD) sind sechs Menschen am Alexanderplatz in Berlin festgenommen worden. Die Beamten hatten die Betroffenen im Rahmen der Messer- und Waffenverbotszone kontrolliert, wie die Polizei auf X mitteilte.
Um mögliche Zusammenstöße und queerfeindliche Übergriffe zu verhindern, waren die zukünftigen Demoteilnehmer aus Sicherheitsgründen von der Polizei begleitet worden, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Unter ihnen befand sich demnach auch die Anmelderin der Gegenversammlung. Die Personen seien vorerst in Polizeigewahrsam gekommen, sagte die Sprecherin weiter.
Die Polizei leitete unter anderem Verfahren wegen Beleidigung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Eine Person sei wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz festgenommen worden. Um was für Waffen genau es gehe, sagte die Sprecherin zunächst nicht.
Die rechte Demonstration «gegen den CSD-Terror» am Schöneberger Ufer wurde am Nachmittag beendet. Die Teilnehmer seien von der Polizei zum nächstgelegenen Bahnhof begleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Den Angaben zufolge gab es einzelne Freiheitsbeschränkungen unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Auch hier wurden keine Details genannt.