Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Jan Redmann hat im Unterschied zum ehemaligen Unionsfraktionschef im Bundestag, Jens Spahn, keine Leihmutter für seine heute zweijährige Tochter gewählt. Er habe sich zusammen mit seinem Partner bewusst für einen anderen Weg entschieden, sagte der 46-Jährige dem «Nordkurier». «Wir sind heute gemeinsam mit der Mutter unseres Kindes in der Situation einer Patchwork-Familie.»
Er wisse, dass es sehr berechtigte ethische Bedenken gegen eine Leihmutterschaft gebe, «die ich gut nachvollziehen kann», so Redmann, der auch Innenminister ist. Das Thema Leihmutterschaft gehöre wie viele Fragen am Anfang und am Ende des menschlichen Lebens zu den großen und nicht einfach zu beantwortenden Themen. Er tue sich deswegen schwer «mit einer klaren Verurteilung von Menschen, die sich für die Leihmutterschaft entschieden haben», so Redmann.
Der verheiratete Politiker geht offen mit seiner Homosexualität um. 2023 schrieb er bei Facebook, er sei seit 18 Jahren mit seinem Mann zusammen. Im März hatte Redmann davon berichtet, dass er Vater einer 20 Monate alten Tochter ist.
Spahn und sein Ehemann hatten sich dafür entschieden, ihr Kind von einer Leihmutter in den USA zur Welt bringen zu lassen. In Deutschland sind Leihmutterschaften verboten. Nach heftiger Kritik an seinem Vorgehen war Spahn am vergangenen Samstag zurückgetreten.
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