Der Landesrechnungshof hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für ungerechtfertigt hohe Personalausgaben kritisiert. Bei einer Prüfung von 170 Personalfällen mit einem Ausgabevolumen von 7,8 Millionen Euro habe es gravierende Fehler etwa bei der Eingruppierung und der Zulagengewährung gegeben, heißt es im Jahresbericht 2024 des Rechnungshofes über den grün-regierten Bezirk.
Es habe ungerechtfertigte überhöhte Zahlungen an Beschäftigte gegeben. «Auch die Durchführung von Auswahlverfahren und die Bewertung von Arbeitsgebieten erfolgen vielfach nicht regelkonform.»
Sowohl bei der Einhaltung des Tarifrechts als auch bei der Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit habe es erhebliche Mängel gegeben. Alle beanstandeten Fälle zusammengenommen ging es um eine Summe von rund 1,4 Millionen Euro. Zuvor hatten mehrere Berliner Medien darüber berichtet.
Außerdem monierte der Rechnungshof Stellenbesetzungen trotz fehlender fachlicher Voraussetzungen oder ohne erforderliche Ausschreibung oder Eingruppierungen von Beschäftigten, ohne dass erkennbar Kriterien dafür vorlagen.