Mehrere Hunderttausend Menschen haben am Samstag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin demonstriert und ausgelassen gefeiert – so viele wie seit Jahren nicht mehr, wie der Veranstalter mitteilte. Unter dem Motto «Nie wieder still» setzte die bunte Menge ein deutliches Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und rechte Tendenzen. Der Berliner CSD-Verein sprach in einem Statement von einem «kraftvollen, friedlichen und bunten Tag der Sichtbarkeit, Vielfalt und Solidarität».
Zahlreiche Teilnehmende waren bunt kostümiert und tanzten zu Musik. Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der Band Monrose am späten Abend. Im Fokus standen am Samstag aber auch politische Debatten, viele hatten Plakate mit Botschaften dabei.
Ein zentrales Thema war die Kontroverse um die Regenbogenflagge auf dem Bundestag. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte das Hissen der Flagge untersagt, was Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit den Worten «Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt» verteidigte.