Die Armutsquote in Berlin ist einem neuen Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zufolge erneut deutlich gestiegen. Sie lag 2025 demnach bei 18,7 Prozent - und damit 2,2 Prozentpunkte über dem Wert von 2024 und sogar fünf Prozentpunkte über dem Niveau von 2023. In Brandenburg veränderte sich die Quote dagegen kaum: 2025 lag sie bei 14,7 Prozent.
Die Berliner Quote liegt deutlich über dem bundesweiten Wert von 16,1 Prozent, die Brandenburger Quote darunter. «13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut – betrachtet man allein die relative Einkommensarmut», teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband mit Blick auf die bundesweiten Zahlen mit.
Höchste Quote in Bremen, niedrigste in Bayern
Diese Zahlen hatte das Statistische Bundesamt im Februar bereits mitgeteilt. Offiziell gelten die Betroffenen dabei auf Basis einer EU-Definition als armutsgefährdet. Der Verband unterstreicht nun, dass es bundesweit einen «einen traurigen Rekord» gegeben habe. In keinem der vorangegangenen Jahre seien so vielen Menschen von Armut betroffen gewesen.
Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen, gelten als armutsgefährdet, wie die Statistiker dies nennen, oder als arm, wie es der Wohlfahrtsverband formuliert. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß. So gibt es dem Bericht zufolge in Bayern und Baden-Württemberg die niedrigsten Betroffenenquoten mit 12,6 beziehungsweise 13,2 Prozent. Die höchsten Anteile an Betroffenen gibt es demnach in Bremen (27,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (21,3 Prozent), Hamburg (18,9 Prozent) und eben Berlin.
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