Menschen mit Behinderung werden in Brandenburg noch immer nicht ausreichend in der Bildung und im Arbeitsmarkt berücksichtigt. Sie wünsche sich, dass Menschen mit Behinderungen nicht in Förderschulen unterrichtet würden, sagte die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Janny Armbruster, im Potsdamer Landtag. Stattdessen sollten in Inklusionsschulen Menschen mit und Menschen ohne Behinderung miteinander lernen.
«Wer nicht inklusiv in Kita, Schule und Ausbildung kommt, landet in der Regel in Werkstätten für Menschen mit Behinderung», erklärte Armbruster. Dabei arbeiteten die Beschäftigten durchaus wirtschaftlich. In den Werkstätten würde ihnen im Schnitt jedoch nur ein «Taschengeld» von 1,50 Euro gezahlt. Allerdings kämen die Werkstattträger häufig für die Unterbringung und die Verköstigung der Menschen mit Behinderung auf. Dennoch: «Es ist eine Exklusionskette, aus der wir raus müssen.»