Der Kurfürstenkiez ist von Straßenprostitution, Drogenhandel und Gewalt belastet - mehrere Dutzend Anwohner und Gewerbetreibende haben nun für mehr Sicherheit demonstriert. Bei dem Treffen vor der Zwölf-Apostel-Kirche schilderte ein Familienvater, dass regelmäßig Fremde ins Wohnhaus und die Tiefgarage einbrechen, so dass er seine Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren nicht einmal mehr allein ins Treppenhaus lasse. Er wünsche sich mehr Sicherheit in der Nachbarschaft.
Eine 65-jährige Anwohnerin, die seit gut drei Jahren nahe der Kirche wohnt, sagte der dpa, die Zustände hätten sich besonders seit dem vergangenen Jahr verschlimmert. «Die Drogenkriminalität nimmt zu. Dealer sprechen Kinder an, daher werden sie oft von Eltern zur Schule begleitet. Viele Leute haben gerade abends Angst auf die Straße zu gehen, insbesondere Frauen.» Sie wünscht sich mehr Polizeipräsenz. Im Kiez würden Drogen gehandelt «wie auf dem Flohmarkt».