Die Leiterin der Gynäkologie im Krankenhaus Prenzlau steht in Polen vor Gericht, weil sie dort Beihilfe zur Abtreibung geleistet haben soll. Die Frauenärztin Maria Kubisa sagte am ersten Prozesstag vor dem Bezirksgericht in der polnischen Hafenstadt Stettin (Szczecin) aus, wie ihr Rechtsanwalt Rafal Gawecki der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. «Meine Mandantin bekennt sich nicht schuldig, da sie die ihr zur Last gelegten Handlungen nicht begangen hat.»
Die Fachärztin betreibt neben ihrer Arbeit in Prenzlau noch eine private Praxis in Stettin, wo sie Frauen behandelt. Die dortige Staatsanwaltschaft wirft ihr in sechs Fällen «Beihilfe zu einem Schwangerschaftsabbruch zur Erzielung von materiellem Gewinn» vor. Im Falle eine Verurteilung drohen der Ärztin bis zu drei Jahre Haft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Sender TVN24 sagte.