Die Chefin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Eva Flecken, sieht Altersbeschränkungen für die Nutzung von Social Media skeptisch. «Ich verstehe jedes Elternteil und auch die Politik, die nach greifbaren, vielleicht einfachen Lösungen suchen, wenn es um den Schutz und die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen im Netz geht», sagte sie dem «Nordkurier». «Ob aber eine Altersgrenze, wie sie derzeit politisch diskutiert wird, dieses Ziel überhaupt erreichen kann, da bin ich mir nicht ganz sicher.»
Es gebe bei der Problemanalyse aber Einigkeit. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Plattformen dürften Kinder und Jugendliche unter 13 oder 14 Jahren sie ohnehin nicht nutzen. «Sie überprüfen aber das Alter nicht effektiv. Vielleicht sollten sich die Plattformen schlichtweg an ihre eigenen AGB halten und diese auch wirksam durchsetzen.»
In Brandenburg gibt es seit längerem eine Diskussion über das Thema. Unter anderem Brandenburgs Inneninnenminister Jan Redmann (CDU) hatte sich jüngst für eine Altersbegrenzung ausgesprochen.