Im bundesweiten Vergleich wurden 2025 in Berlin sehr wenige Kinder geboren. Die Geburtenziffer je Frau erreichte mit 1,18 Kindern in Berlin den niedrigsten Wert seit 2003, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Bundesweit liegt die Geburtenziffer je Frau bei 1,31 Kindern.
Berliner Mütter mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2025 im Schnitt 1,01 Kinder - das ist der niedrigste Wert seit dem sogenannten Wendeknick, wie das Amt weiter mitteilt. Und auch ausländische Frauen in Berlin bekamen mit 1,56 Kindern 2025 weniger als im Vorjahr (2024: 1,59).
Durchschnittsalter von 32,3 Jahren
Berliner Mütter bekommen auch immer später Kinder. Das Durchschnittsalter von Müttern bei der Geburt stieg 2025 auf 32,3 Jahre. Bei der Geburt des ersten Kindes waren Mütter durchschnittlich 31,4 Jahre alt.
Mehr Geburten als Sterbefälle gab es nur in drei Bezirken: Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow. Friedrichshain-Kreuzberg verzeichnete zudem die meisten Geburten (3.524) und die wenigsten Sterbefälle (1.650).
Steglitz-Zehlendorf hat größten Sterbeüberschuss
Dem Amt zufolge zeigt sich eine gegensätzliche demografische Entwicklung in der Stadt. Die demografische Alterung war demnach in Steglitz-Zehlendorf am deutlichsten ausgeprägt: Dort gab es sowohl die niedrigste Geburtenzahl der Stadt, in absoluten Zahlen und im Verhältnis zur Bevölkerung, als auch die höchste Sterbezahl. Steglitz-Zehlendorf hat demnach auch den größten Sterbeüberschuss von 1.872 Menschen. Die Gesamtzahl der Sterbefälle stadtweit blieb nahezu konstant.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten