Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) will Migranten mit unsicherem Aufenthaltsstatus die Chance bieten, sich eine Bleibeperspektive zu erarbeiten. «Wir haben mit diesen Menschen bisher zu wenig gemacht», sagte Wilke beim Besuch des sogenannten Chancencenters der Landesübergangseinrichtung in Frankfurt (Oder). Dabei gebe es so viele Segmente, wo Bedarf für engagierte, willige und kluge Leute bestehe.
In der Einrichtung in Frankfurt (Oder) werde mit Menschen gearbeitet, deren Status ungeklärt sei, sagte Wilke. Das betreffe etwa Duldungen oder Fälle, bei denen noch rechtliche Klärungen liefen. Möglicherweise liege auch keine Bleibeperspektive vor, aber die Menschen könnten aus anderen Gründen das Land nicht verlassen. Diesen Menschen solle die Option gegeben werden, «einen Weg einzuschlagen», so Wilke. In der Einrichtung können die Migranten Sprachkurse machen, ihre Kinder betreuen lassen, und das Land hilft zudem mit Kontakten zu Unternehmen zur Vermittlung von Arbeitsplätzen oder Praktika.