Der Wahlkampf für die Europawahl am 9. Juni wird langsam sichtbar: Am Sonntag haben die Parteien in Berlin damit begonnen, Wahlplakate aufzuhängen, zumeist an Straßenlaternen. Schon am Vormittag waren in manchen Straßen wie der Frankfurter Allee viele Masten belegt, weil fleißige Helfer aus den Parteien teils noch in der Nacht loslegten. Andernorts gab es noch freie Plätze für die Wahlwerbung mit Slogans oder Gesichtern von Kandidaten.
Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur vor einigen Tagen hatte ergeben, dass allein die sechs größeren Parteien zusammen rund 100.000 Wahlplakate in der ganzen Stadt anbringen oder aufstellen wollen. Der weitaus größte Teil sind solche in kleineren Formaten, hinzu kommen Hunderte Großplakate zum Aufstellen im Quer- oder Hochformat, sogenannte Wesselmänner.
Rechtsgrundlage ist das Berliner Straßengesetz. Dort ist festgelegt, dass Parteien, Wählergemeinschaften und Einzelbewerber frühestens sieben Wochen vor einer regulären Wahl Plakate anbringen oder aufstellen dürfen.