Deutschland verabschiedet sich von der verstorbenen ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth mit einem Trauerstaatsakt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ordnete diesen zum Gedenken an die frühere CDU-Politikerin an. Ausrichter ist der Deutsche Bundestag. Vor dem Parlament wehten die Fahnen auf halbmast.
Die nur selten angeordneten Staatsbegräbnisse und Trauerstaatsakte sind Ausdruck höchster Würdigung einer gestorbenen Persönlichkeit durch die Bundesrepublik Deutschland. Ein Termin dafür stand zunächst noch nicht fest.
Süssmuth war am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben. Die CDU-Politikerin gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen Präsidentin. Von 1985 bis 1988 war sie außerdem Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit.
Steinmeier hatte Süssmuth bereits als «großartige Frau und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie» gewürdigt. In einem Kondolenzschreiben an die Tochter von Süssmuth hieß es, «Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen.»