In der Partyhauptstadt Berlin soll es leichter werden, ein Restaurant oder eine Bar zu gründen und zu betreiben. Der schwarz-rote Senat brachte dazu einen Entwurf für ein Gaststättengesetz auf den Weg, der längere Öffnungszeiten für Außengastronomie, einfachere Prüfverfahren und mehr Digitalisierung vorsieht. Neue Regeln soll es auch für Toiletten geben, wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) miteilte. Das plant der Senat:
Längere Außengastronomie
Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen sollen ihre Gäste länger auch vor der Türe bedienen dürfen. Laut Entwurf wird die Außengastronomie in Ausgehvierteln künftig von Sonntag bis Donnerstag bis 23.00 Uhr erlaubt, an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen bis 24.00 Uhr. Bisher ist in der Regel um 22.00 Uhr Schluss, wobei in Einzelfällen auf Antrag auch eine längere Außenöffnung schon jetzt möglich ist.
Nach Angaben Giffeys gelten die Bereiche als Ausgehviertel, in denen es eine Vielzahl von Bars, Restaurants und Clubs gibt und die besonders abends und nachts viele Besucher mit üblicherweise höherer Geräuschkulisse verzeichnen. Als Beispiele nannte sie die Kastanienallee in Prenzlauer Berg, den Winterfeldtplatz in Schöneberg oder die Simon-Dach-Straße in Friedrichshain. Zusätzlich können Bezirke Bereiche festlegen, die als Ausgehviertel gelten.