Der bessere Schutz lebenswichtiger Versorger vor Drohnenangriffen soll in Brandenburg nach dem Willen von Innenminister Jan Redmann zügig auf den Weg gebracht werden. «Wir haben vor, den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr in die Ressortabstimmung zu bringen», sagte Redmann laut Ministerium bei einem Besuch des Unternehmens Onberg in Brandenburg an der Havel.
Die Betreiber kritischer Infrastruktur sollten in die Lage versetzt werden, selbst Teil der staatlichen Sicherheitsarchitektur zu werden. Zur kritischen Infrastruktur zählen zum Beispiel Strom-, Gas- oder Wasserversorger. Sie sollen sich besser gegen Drohnenangriffe verteidigen können.
Minister sieht Brandenburg mit den Plänen vorn
Bisher sind ein technischer Schutz vor Drohnen oder Videoüberwachung der Polizei vorbehalten. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Brandenburg betonte, das Gewaltmonopol müsse weiter beim Staat liegen. Wo aktiv in den Flug einer Drohne eingegriffen, eine Funkverbindung gestört, ein Fluggerät übernommen oder zum Absturz gebracht werden solle, beginne die hoheitliche Gefahrenabwehr.
Mit den Gesetzesplänen sieht sich Redmann nach eigenen Worten bundesweit als Vorreiter. Im Januar war es in Berlin nach einem Brandanschlag mutmaßlich von Linksextremisten zum bisher längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte gekommen.
Onberg führt Drohnenabwehr vor
Das Unternehmen Onberg entwickelt Systeme zum Schutz kritischer Infrastruktur. Seit Mittwoch ist der Einsatz autonomer Drohnenabwehrsysteme in Brandenburg an der Havel bei Vorführungen etwa für Kunden sichtbar. Redmann nahm an einer Präsentation teil.
Onberg ist ein Gemeinschaftsunternehmen von HD Advanced Technologies, einer Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, und dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems.
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