Nach einem Streit über die Rückführung einer Familie von afghanischen Asylbewerbern nach Polen haben sich der polnische Grenzschutz und die Bundespolizei über den Vorfall ausgetauscht. Die deutsche Seite habe dabei ihr Bedauern über das Geschehene zum Ausdruck gebracht, teilte der polnische Grenzschutz am Dienstag auf der Plattform X mit. Der Chef des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, habe versichert, alle Leiter von Bundespolizeidirektionen seien darüber belehrt worden, dass so ein Vorgehen nicht wieder vorkommen dürfe. Beide Seiten wollen künftig ihre Kommunikation verbessern.
Am Montag hatten die polnischen Grenzer der Bundespolizei vorgeworfen, eine Familie von Asylbewerbern aus Afghanistan ohne Rücksprache über die Grenze gebracht und auf der polnischen Seite abgesetzt zu haben. Zuvor hatten polnische Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, am Freitag sei in dem grenznahen Dorf Osinow Dolny ein deutsches Polizeiauto aufgetaucht und habe eine Migrantenfamilie dort zurückgelassen.