Rund ein halbes Jahr vor der Brandenburger Landtagswahl haben mehrere Parteien ihre Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD deutlich gemacht. Der gewählte künftige AfD-Landeschef René Springer hatte die übrigen Parteien mit Blick auf die Wahl zu mehr Offenheit für eine Zusammenarbeit aufgerufen. Die AfD liegt in den jüngsten Umfragen vorn. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den Landesverband als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein.
«Die AfD ist politisch schon lange nicht mehr blau, sondern bewusst braun gefärbt», sagte SPD-Generalsekretär David Kolesnyk der Deutschen Presse-Agentur. «Dort wird der Faschismus mittlerweile offen hofiert - auch vom neuen Landesvorsitzenden. Mit Demokratiefeinden gibt es für die SPD keine Zusammenarbeit.»
Die CDU verwies auf die Beschlusslage der Christdemokraten, die eindeutig sei und unverändert gelte: «Es wird keine Koalition oder koalitionsähnliche Zusammenarbeit mit der AfD geben», sagte Sprecherin Monika Larch.
Die Grünen forderten Konsequenzen nach der Solidaritätsbekundung des AfD-Landesparteitags am Sonntag in Jüterbog für die Jugendorganisation Junge Alternative. «Vor dem Hintergrund, dass der AfD-Landesparteitag mit großer Mehrheit für einen Solidaritätsantrag mit der gesichert rechtsextremen Jungen Alternative Brandenburg votierte, muss die bisherige Einstufung der AfD Brandenburg als rechtsextremer Verdachtsfall zeitnah durch die zuständigen Verfassungsschutzbehörden überprüft werden», sagte die Landesvorsitzende Hanna Große Holtrup.