In der Großunterkunft für Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof hat es bereits mehrere Todesfälle gegeben. Unter anderem seien im vergangenen Jahr drei Geflüchtete nach einer Alkoholvergiftung gestorben, sagte ein Sprecher des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) auf dpa-Anfrage. Außerdem habe es zwei Suizide gegeben, einen 2025 und einen weiteren in diesem Jahr, beide außerhalb der Flüchtlingsunterkunft.
In diesem Jahr sei es außerdem zu zwei Suizidversuchen gekommen. Zuerst hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet. In der Notunterkunft auf dem ehemaligen Flughafengelände gebe es eine Gruppe von 50 bis 60 Menschen, die insbesondere mit dem Konsum von Alkohol Probleme hätten, sagte der Sprecher. Dabei handle es sich in der Regel um ältere Menschen mit einer «längeren Historie» beim Thema Alkoholmissbrauch.
Die Senatorin für Arbeit, Soziales und Integration, Cansel Kiziltepe (SPD) versicherte auf dpa-Anfrage: «Alle Vorfälle werden dokumentiert, jeder Vorfall wird konsequent aufgearbeitet.» Nur so sei es möglich, gegen Missstände vorzugehen.