Nach Angriff in Mitte: Aufruf zu Solidarität mit Davidstern in Berlin
Nach einem antisemitischen Angriff auf eine Frau mit einem Davidstern in Berlin haben die Jüdische Gemeinde und jüdische Vereine und Initiativen zu einer Solidaritätsaktion aufgerufen. Am Donnerstag sollten alle Menschen in der Stadt sichtbar einen Davidstern tragen, öffentlich und in den sozialen Medien, heißt es in dem Aufruf «Berlin trägt Davidstern». Möglich sei es als Kette, als Anstecker, auf einem T-Shirt oder andere Arten. «Ob live oder auf Social Media, jeder Davidstern zählt.» Die 43-jährige Frau wurde in der Nacht zu Freitag auf der Torstraße im Bezirk Mitte auf ihren Davidstern angesprochen und antisemitisch beleidigt, dann soll einer der beiden Männer mit einer zerbrochenen Glasflasche auf sie losgegangen sein, teilte die Berliner Polizei mit. Die Frau habe bei der Abwehr mehrere Schnittverletzungen an der Hand erlitten und sei in ein Krankenhaus gekommen. Die Initiatoren des Solidaritätsaufrufs teilten mit: «Die angegriffene Frau ist selbst nicht jüdisch. Sie trug den Davidstern als bewusstes Zeichen der Solidarität mit Jüdinnen und Juden. Dafür gebührt ihr unser tiefster Respekt.» Sie habe sich an die Seite der jüdischen Gemeinschaft gestellt, jetzt stelle sich die jüdische Gemeinschaft an ihre Seite. «Wenn Verbrecher den Davidstern aus dem Berliner Stadtbild verdrängen wollen, dann antwortet Berlin hoffentlich mit tausenden Davidsternen.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten