Der Platz vor dem Berliner Landesparlament soll nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer benannt werden. Das teilten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Parlaments-Präsidentin Cornelia Seibeld (beide CDU) mit. Die Berliner Ehrenbürgerin war am 9. Mai im Alter von 103 Jahren gestorben. Wenn alles läuft wie geplant, soll der Platz im Herzen Berlins spätestens an ihrem ersten Todestag ihren Namen tragen.
Das Landesparlament habe dann offiziell die Adresse Margot-Friedländer-Platz 1, sagte Seibeld bei der Vorstellung der Pläne im Abgeordnetenhaus. Die Idee dazu geht auf die Parlamentspräsidentin zurück.
Es sei klar gewesen, dass Friedländer eine besondere Ehrung und einen besonderen Ort verdiene, sagte sie. Sie sei nicht nur Ehrenbürgerin Berlins, sondern vor allem eine ganz besondere, warmherzige Frau gewesen, die Generationen von Schülerinnen und Schülern in Berlin ein Erinnern mit auf den Weg gegeben habe, das unersetzlich sei.
In der Diskussion waren in den vergangenen Monaten auch andere Orte. Wegner sagte, er sei überzeugt, dass der Vorschlag, den Platz vor dem Abgeordnetenhaus nach ihr zu benennen, Friedländer am meisten gefallen hätte.