Im Streit der Linken über den Umgang mit dem Gaza-Konflikt wirbt die Landesspitze um Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer für einen Kompromiss. Es gelte, das Leid beider Seiten zu sehen und «sich solidarisch mit allen Betroffenen von Gewalt, Antisemitismus und Rassismus zu zeigen», heißt es in einem Antrag des Landesvorstands zum Parteitag am Samstag.
Dort liegen mehrere andere, scharf formulierte Anträge vor, die vor allem mehr Unterstützung für die palästinensische Seite einfordern. Einer verlangt unter anderem, öffentlich konsequent den Begriff «Genozid» für das Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen zu verwenden. Ein anderer signalisiert Unterstützung für Boykottbewegungen gegen Israel. Die Linke sieht sich deshalb Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Auch Genossen äußern Unbehagen.