Trotz der Verzögerung bei der bundesweiten Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber streben die Landkreise in Brandenburg ein einheitliches Vorgehen an. Anders als im Landkreis Märkisch-Oderland wolle man nicht auf Einzellösungen setzen, sagte Holger Obermann, erster Beigeordneter des Landkreistages, auf Anfrage.
Einzellösungen könnten länger dauern
Am Nachmittag hatte sich der erweiterte Vorstand der Landkreisversammlung zusammengesetzt und unter anderem über das Thema Bezahlkarte gesprochen - dabei seien die Beteiligten zügig zu einem Konsens gekommen. Würden alle Landkreise eigenständig die Bezahlkarte einführen, müssten sie etwa auch eigene Ausschreibungen vornehmen, erklärte Obermann. Das könnte zu weiteren Verzögerungen führen und würde erhebliche Mittel binden.
Auch der Vorsitzende des Landkreistages, Siegurd Heinze (parteilos), sieht keinen zeitlichen Vorteil bei zig Einzellösungen. «Wir kommen damit nicht auf die Überholspur», sagte Heinze nach der Beratung. «Wir würden so nicht schneller zu einem Ergebnis kommen.»